Astaxanthin: Starkes Antioxidans aus Algen

Dein Körper hat jeden Tag mit Erregern, Krankheiten und Angriffen von innen und außen zu kämpfen. Damit er diesen Kampf nicht verliert, benötigt er Stoffe, die ihm helfen, stark und resistent zu bleiben. Antioxidantien sind solche Stoffe. Sie helfen deinem Organismus im Kampf gegen freie Radikale. Mit an vorderster Front steht der Algenfarbstoff Astaxanthin. In diesem Artikel werden wir ihn näher beleuchten und erklären dir, wie er deine Gesundheit unterstützen kann.

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Was ist Astaxanthin eigentlich?

Chemisch gesehen gehört Astaxanthin zu den Xanthophyllen. Das ist eine von zwei Klassen, in die sich die über 1.000 existierenden Carotinoide unterteilen. Die wiederum sind eine Gruppe natürlicher Substanzen, die verschiedenen Pflanzen, z.B. Paprika und Tomaten, ihre typische Färbung geben. Man findet Astaxanthin tatsächlich aber auch in tierischen Organismen: In der Natur verleiht es Krebsen oder Lachsen ihre charakteristische rosarote Färbung.

Zu der Gruppe der Carotine gehört z.B. das in Karotten enthaltene β-Carotin oder das in Tomaten vorkommende Lycopin. In die Gruppe der Xanthophylle gehören beispielsweise Lutein und das im Spinat vorkommende Zeaxanthin, genauso wie Astaxanthin.

Natürliches Astaxanthin, gewonnen aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis, hat mit das höchste antioxidative Potenzial. Aber im Gegensatz zu anderen Antioxidantien und Carotinoiden wie β-Carotin oder Lycopin soll Astaxanthin die Blut-Retina-Schranke überwinden können und deshalb bei Entzündungen am Auge unterstützend wirken.

In der EU ist Astaxanthin nicht als Medikament, sondern als Nahrungsergänzungsmittel und Lebensmittelfarbstoff (E161) zugelassen.

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Antioxidantien - keine Chance für freie Radikale

Immer wieder stolpert man über den Begriff „Antioxidans“. Aber was verbirgt sich genau dahinter?

Wie der Name schon sagt, verhindern sie Oxidationen. Und das ist gut so, denn bei diesen Oxidationsprozessen entstehen freie Radikale. Das sind sehr aggressive und reaktive, sauerstoffhaltige Moleküle, Atome oder Ionen, mit einem ungepaarten Elektron, wie beispielsweise das Hydroxyl-Radikal.

Freie Radikale entstehen im Körper durch endogene (innere) Faktoren, wie z.B. Überlastungen in den Verbrennungsprozessen der Mitochondrien, oder auch exogene (äußere) Faktoren. Rauchen, Hitzeeinwirkung oder Umweltgifte fallen darunter.

Da ihnen ein Elektron fehlt, entreißen sie einem anderen Molekül Elektronen. Im Kontakt mit Körperzellen besorgen sie sich dann das fehlende Elektron und versetzen dadurch biologisches Gewebe in oxidativen Stress. Als Initiator können sie eine Kettenreaktion auslösen, die Gewebe, Zellen und Moleküle entweder schädigt oder sogar ganz zerstört.

Denn durch das fehlende Elektron wird nun der Reaktionspartner selbst zum freien Radikal und macht sich seinerseits auf die Suche.

Antioxidantien dienen als Schutz gegen freie Radikale. Beispiele für weitere Antioxidantien sind Selen, Zink und die Vitamine C, E und B2, die dazu beitragen, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Werden wir für einen Moment ein wenig wissenschaftlicher…

Pharmakologische und klinische Eigenschaften von Astaxanthin

Eine In-vitro-Studie aus dem Jahr 1990 lässt vermuten, dass Astaxanthin entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.

Eine weitere Studie, veröffentlicht im Journal Trends in Biotechnology, zeigte Hinweise, dass dieses starke Antioxidans auch bei degenerativen Erkrankungen wie Arthrose und Arthritis unterstützen könnte.

Die positiven Resultate dieser Forschungen deuten darauf hin, dass Astaxanthin medizinische Bedeutung erlangen könnte. Es braucht aber noch weitere Studien, um die Bandbreite und Tiefe der Wirksamkeit auszuloten.

Astaxanthin in der Anwendung

Eine 2010 publizierte, Placebo-kontrollierte und randomisierte Doppelblindstudie untersuchte die Wirksamkeit von Astaxanthin auf den oxidativen Stress, das Immunsystem und die Entzündungsprozesse bei jungen Frauen.

Die Ergebnisse - publiziert im Fachmagazin Nutrition & Metabiolism - zeigten, dass Astaxanthin gewebsschädigende Akut-Phase-Proteine und DNA-schädigende Biomarker vermindern konnte.

Aber nicht nur das: Zusätzlich schien es auch die zellgesteuerte Immunantwort bei diesen gesunden, jungen Frauen zu stärken.

Als fettlöslicher Wirkstoff entfaltet Astaxanthin seine Wirksamkeit in den Lipiden Bereichen des Körpers. Es schützt die Innen- und Außenseite der Zellmembran vor den Schäden freier Radikale, weil es sich durch die gesamte Lipid-Doppelschicht der Membranen in den Zellen erstreckt.

Allerdings ist die Aufnahme von Astaxanthin im Darm, wie auch die Aufnahme verwandter Carotinoide, oftmals nicht hoch. Der Grund: Diese Stoffe sind schlecht wasserlöslich. Deshalb solltest du sie am besten in Verbindung mit Fett einnehmen.

Schauen wir uns jetzt aber mal ein paar praktische Beispiele an, in denen Astaxanthin helfen könnte!

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Wobei kann Astaxanthin unterstützen?

Zuerst einmal: Astaxanthin ist kein Wundermittel. Allerdings zeigte es in verschiedenen Studien, dass es einen wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung des Körpers leisten kann. Weitere Forschung wird zeigen, inwieweit Astaxanthin im medizinischen Bereich einsetzbar ist.

Hier ein paar Beispiele, in denen dieses Carotinoid bereits sein Potenzial gezeigt hat:

  • UV-Licht und Hitzeeinwirkung sind zwei Faktoren, die die Bildung freier Radikale ankurbeln. Wie eine Studie, veröffentlicht im Fachjournal Nutrition, zeigte, kann Astaxanthin durch seine antioxidativen Eigenschaften deine Haut beim Schutz vor den schädlichen Folgen der Strahlung unterstützen.
  • Antioxidantien sollen die Sehkraft stärken. Die Einnahme von Astaxanthin könnte hier unter Umständen unterstützend bei der Vorbeugung einer altersabhängigen Makuladegeneration wirken. Das legt eine Arbeit mit dem Titel “Secondary Analyses of the Effects of Lutein/Zeaxanthin on Age-Related Macular Degeneration Progression“
  • Auch Kraftausdauer, sportliche Leistungsfähigkeit und eine schnellere Regeneration sollen durch die Einnahme von Astaxanthin gefördert werden. Zu diesem Schluss kommt eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2017. In ihr zeigte sich, dass der durch Bewegung ausgelöste Stress, auftretende Ermüdungserscheinungen sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden abgemildert wurden.
  • Eine schwedische Doppelblindstudie befasste sich mit der Steigerung der Kraftausdauer an einer Kniebeugemaschine über die Dauer von sechs Monaten. Die Gruppe der Probanden, die 4 mg Astaxanthin am Tag erhielten, steigerte ihre Wiederholungszahl gegenüber der Placebogruppe um das Dreifache.
  • In einer Placebo-kontrollierten Studie an 20 Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch, verursacht durch schlechte Spermienqualität, zeigte sich am Ende, dass Geschwindigkeit, Morphologie und Beweglichkeit der Spermien zugenommen hatten, während die Oxidationsaktivität im gleichen Zeitraum sank.

Es lässt sich sagen, dass überall dort, wo Antioxidantien eine Rolle für die Gesundheit spielen, der Einsatz von Astaxanthin eine gute Wahl ist.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt, wenn man die Verpackungsempfehlung bei der Einnahme von Astaxanthin beachtet.

Falls du unter einer Allergie auf Krustentiere leidest, solltest du im Vorfeld abklären, woher das Astaxanthin im Präparat stammt. So lassen sich allergische Reaktionen auf alle Fälle vermeiden, falls tatsächlich Spuren davon vorhanden sind.

Auch als Krebspatient während einer Tumortherapie sollte man die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln genau mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Forschungsergebnisse, publiziert im Magazin Food and Chemical Toxicology, zeigten einen Effekt von Astaxanthin auf die Leberenzyme. Bei der Einnahme kann es zu einem Anstieg der Arzneimittel abbauenden Cytochrom P450-Enzyme kommen. Dadurch werden bestimmte Medikamente schneller zerlegt, was ihr Wirkungsweise unter Umständen beeinflussen kann.

Wie so oft sind auch in diesem Fall weitere Studien nötig, um genauere Empfehlungen zu möglichen Nebenwirkungen geben zu können.

Wie man Astaxanthin einnimmt und dosiert

Unter Experten gilt eine tägliche Dosis von 4 mg Astaxanthin pro Tag als sichere Verzehrmenge.

Das ist auch in etwa die Menge, die sich in einer handelsüblichen Kapsel befindet. Wie erwähnt, ist der Wirkstoff sehr gut fettlöslich. Um die Aufnahme im Darm zu verbessern, solltest du bei der Einnahme zusätzlich ein fetthaltiges Nahrungsmittel konsumieren.

Das Astaxanthin von Viktilabs ist in nativem Olivenöl gelöst, wodurch die Aufnahme ebenfalls erhöht wird. Außerdem enthält es Vitamin E, was ebenfalls eine antioxidative Wirkung hat.

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Fazit: Astaxanthin ist ein vielversprechendes Antioxidans

Der zu den Carotinoiden gehörende Algenfarbstoff Astaxanthin kommt überwiegend in Pflanzen vor. Als Antioxidans unterstützt es den Körper bei der Abwehr sogenannter freier Radikale, die unter anderem Zellschäden verursachen können.

Astaxanthin könnte bei der Bekämpfung entzündlichen Erkrankungen wie Arthrose oder Arthritis unterstützen. Studien zeigen auch, dass es positive Effekte auf Haut, Augen und sogar die Qualität der Spermien haben könnte.

Obwohl seine Einnahme als sicher gilt, sollten Menschen, die allergisch auf Krustentiere reagieren, genau auf die Herkunft ihres Nahrungsergänzungsmittels achten.


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[1] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12727382/

[2] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16562856/

[3] https://patents.google.com/patent/US5527533A/en

[4] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2084711/

[5] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12766075/

[6] https://jglobal.jst.go.jp/en/detail?JGLOBAL_ID=200902273278006725

[7] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12727382/

[8] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20205737/

[9] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5946307/

[10] https://jamanetwork.com/journals/jamaophthalmology/fullarticle/1788227

[11] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5778137/

[12] https://www.alifenutrition.cz/userfiles/dietary-supplementation-with-astaxanthin-rich-algal-meal-improves-strength-endurance.pdf

[13] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20860632/

[14] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23669408/